Die Mannheimer Bundestagsabgeordnete Isabel Cademartori und der frühere Sigmaringer Bundestagsabgeordnete Robin Mesarosch haben heute ihre gemeinsame Kandidatur für den Landesvorsitz der SPD Baden-Württemberg angekündigt. Beim Landesparteitag am 19. und 20. Juni treten sie als Doppelspitze an.
„Die SPD Baden-Württemberg hat bei der vergangenen Landtagswahl zum wiederholten Mal ein historisch schlechtes Ergebnis erzielt, wir stehen kurz vor der Fünf-Prozent-Hürde. Das ist die letzte Warnung für einen personellen und inhaltlichen Neuanfang“, erklären Cademartori und Mesarosch. „Diese große Aufgabe schaffen wir, indem wir unsere Kräfte jetzt bündeln. Wir zwei kommen aus unterschiedlichen Teilen des Landes und der Partei. Wir bieten der SPD ein Gesamtpaket aus Ecken, Kanten und Gemeinsamkeiten und wollen dafür sorgen, dass unsere Partei wieder offener, klarer und wahrnehmbarer wird.“
Ziel der beiden Kandidierenden ist es, die SPD Baden-Württemberg programmatisch neu auszurichten und wieder zu einer durchsetzungsstarken politischen Kraft im Land zu machen. „In dieser dramatischen Krise erwarten unsere Mitglieder, dass sich jetzt wirklich was ändert. Dass sie dabei mitmachen können. Und dass die Partei gemeinsam an einem Strang zieht und wieder Leute da draußen begeistert“, so Mesarosch: „Dafür stehen wir.“
Cademartori ergänzt: „Baden-Württemberg ist ein starkes Land: wirtschaftlich erfolgreich, international vernetzt und geprägt von großer Vielfalt. Doch dieses Erfolgsmodell steht unter Druck. Steigende Lebenshaltungskosten, wirtschaftliche Umbrüche und wachsende Unsicherheiten erfordern eine klare politische Antwort. Dafür werden wir ein glaubwürdiges Fortschrittversprechen formulieren, das industrielle Transformation, Klimaschutz, einen handlungsfähigen Staat und eine offene, vielfältige Gesellschaft miteinander verbindet.“
Mit ihrer Kandidatur kombinieren beide unterschiedliche Perspektiven innerhalb der Partei:
Robin Mesarosch (35) verbindet moderne politische Kommunikation mit einer klaren sozialdemokratischen Haltung. Über die sozialen Medien erreicht er monatlich Millionen mit seinen Videos, in denen er Politik verständlich erklärt. Er selbst lebt mit seinem Sohn in Sigmaringen auf dem Land und hat dort in seiner konservativen Heimatstadt bei der letzten Wahl fast die CDU geschlagen. Er war von 2021 bis 2025 Mitglied des Bundestages. Heute leitet er u,a, die Plattform der Bundes-SPD für Klimaschutz und arbeitet als selbstständiger Kommunikationsberater.
Isabel Cademartori (38) steht für eine urbane, moderne und international vernetzte SPD. Sie wurde 2021 direkt in den Bundestag gewählt und erhielt 2025 das beste Erststimmenergebnis der SPD in Baden-Württemberg. In Berlin arbeitet sie an zentralen Zukunftsthemen wie Infrastruktur und Mobilität. Mit ihrer Migrationsgeschichte repräsentiert sie die kulturelle Vielfalt des Landes und setzt sich für eine offene Gesellschaft ein. Sie verbindet kommunale Verankerung mit bundespolitischer Erfahrung und internationaler Perspektive.
„Besonders in diesen Krisenzeiten muss die Sozialdemokratie Lösungen für diese ganzen Problemen bieten“, betonen beide abschließend: „Wir wollen gemeinsam Verantwortung übernehmen, für unsere Partei und für ein gerechtes, modernes Baden-Württemberg.“
