Der Vorschlag der EU-Kommission für europäische Local-Content-Regeln ist ein wichtiger und längst überfälliger industriepolitischer Schritt. Wenn Europa die Elektromobilität mit öffentlichen Mitteln fördert, muss auch ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung in Europa entstehen.
Dazu erklärt Isabel Cademartori, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion und Mannheimer Bundestagsabgeordnete:
„Es wäre weder wirtschaftlich sinnvoll noch politisch vermittelbar, wenn europäische Steuergelder am Ende Produktionsstandorte außerhalb Europas stärken. Wenn Europa die Elektromobilität fördert, müssen davon auch europäische Industrie, Arbeitsplätze und technologische Kompetenz profitieren.“
„Andere große Wirtschaftsräume machen längst vor, wie strategische Industriepolitik funktioniert. In den USA, in China oder auch in Indien sind staatliche Förderprogramme selbstverständlich an lokale Wertschöpfung geknüpft. Europa darf in diesem globalen Wettbewerb nicht naiv sein.“
Cademartori weiter:
„Deshalb ist klar: Wer von europäischen Förderprogrammen profitiert, sollte auch in Europa investieren, produzieren und Arbeitsplätze schaffen. Nur so wird die Transformation zur Elektromobilität auch zu einer echten Chance für die europäische Industrie und ihre Beschäftigten.“
